Sellerie-Limettensuppe

Limetten, die nächste: Wie schon im vorvorigen Blogpost erwähnt, blieben kürzlich einige Limetten übrig, weil wir doch tatsächlich zu (!) wenige (!) Caipirinhas (!) getrunken haben. Mittlerweile habe ich den Saft ganz einfach in Eiswürfelbehältern eingefroren, das funktioniert toll. Davor gab es aber noch eine feine Suppe nach einem Rezept von Annemarie Wildeisen: herber Knollensellerie trifft saure Limette. Passt überraschend gut!

sellerie limetten suppe_edited

Für vier Teller  400 g Knollensellerie und 200 g Erdäpfel schälen und in grobe Würfel schneiden. Die Schale einer Bio-Limette abreiben und den Saft auspressen. 1 Zwiebel schälen und fein würfeln.

Die Zwiebel in etwas Olivenöl anbraten, Sellerie und Erdäpfel dazugeben, mit etwas Weißwein ablöschen. Aufgießen mit 800 ml Gemüsesuppe, der Hälfte der Schale und 2 EL des Limettensafts. Dann kochen lassen, bis das Gemüse gar ist – ca. 20 Minuten.

Pürieren, 1/2 Becher Schlagobers dazugeben und nochmals aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. Vor dem Servieren mit Limettenschale bestreuen (das braune auf dem Foto ist noch zusätzlich Zitronenpfeffer, den ich noch übrig hatte). Im Originalrezept wird das Ganze noch mit in feine Streifen geschnittenem Bündnerfleisch bekrönt – sicher kein Fehler 🙂

Advertisements

Erdäpfelknödel mit brauner Selleriesauce

Wieder einmal ein Gericht aus unserer beliebten Reihe „Gemüse ist mein Fleisch“ – Vegetarisches für Fleischfresser.

Diese Selleriesauce aus dem Buch „Österreich vegetarisch“ ist ein wenig aufwändig, aber gar nicht schwierig herzustellen. Sie macht sich nicht nur toll zu Erdäpfelknödeln (Kartoffelklöße), sondern auch zu allen möglichen Gemüselaibchen. Dank der Kombination Sellerie – Tomatenmark – Zwiebeln – Rotwein – Worcestersauce schmeckt sie intensiv umami, was auch Fleischfresser glücklich machen sollte.

Erdäpfelknödel

Für die Sauce (sie reicht für etwa 4-6 Teller) 1 Sellerieknolle gut waschen und ungeschält (!) in kleine Stücke schneiden. In etwa 3 EL Pflanzenöl eine Viertelstunde ganz laaaangsam braun rösten. Dann kommen 2 Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen, geschält und grob geschnitten, dazu. Mit 1 TL Kristallzucker karamellisieren. 1 TL Paradeismark dazugeben und kurz mitrösten. Mit 70 ml Rotwein (am besten ein kräftiger Zweigelt oder St. Laurent) ablöschen, etwas einkochen lassen. Mit etwa 1 l Gemüsesuppe aufgießen, mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ganze langsam bei kleiner Flamme eine Stunde lang einreduzieren, es sollte noch etwa ein Viertel übrig bleiben. Danach wird die Sauce abgeseiht und mit einem Spritzer Worcestersauce und ev. noch mehr Salz (Selleriesalz passt natürlich perfekt) abschmecken. (Ev. mit ein bisschen Stärke binden).

Dazu zum Beispiel Erdäpfelknödel (Kartoffelklöße): 1/2 Kilo mehlig kochende Erdäpfel weich kochen (am besten am Vortag), schälen, durch die Erdäpfelpresse drücken. Mit 25 g Weizengrieß und 150 g Erdäpfelstärke (bitte glaubt nicht, dass ihr die einfach so durch Maisstärke ersetzen könnt, sonst bekommt ihr so seltsam weiße Dinger wie ich hier oben am Bild – geht echt nur zur Not!) gut durchkneten, ev. ein wenig kaltes Wasser dazugeben. Teig in Frischhaltefolie eine Stunde rasten lassen.

Dann den Teig in 2 Rollen formen, 6-8 gleichmäßige Stücke abschneiden und zu Knödeln formen (Hände dabei leicht bemehlen). In kochendes Salzwasser geben, ca. 8-12 Minuten ziehen lassen.

Klassischer Waldorfsalat

Schon oft gegessen, noch nie selbst gemacht: Der klassische Waldorfsalat ist etwas, das ich schon immer einmal selbst ausprobieren wollte. Ist ja eigentlich auch keine Hexerei.

Die Variante mit Knollensellerie und Walnüssen, wie wir sie kennen, ist übrigens nicht das Originalrezept von 1896. Hier verwendete man Staudensellerie und keine Nüsse.

Waldorfsalat

Für sechs Portionen eine halbe Sellerieknolle schälen. Kurz in sprudelndem Wasser überkochen, dann grob reiben. Einen säuerlichen Apfel ebenso schälen und grob reiben. Alles in einer Schüssel gut vermischen.

Eine gute Handvoll Walnüsse grob hacken.

4 EL Mayonnaise mit 4 EL Joghurt verrühren, mit dem Saft einer halben Zitrone, Salz und Pfeffer würzen. Das Dressing unter die Sellerie-Apfelmischung rühren, mit den Nüssen bestreuen.

Selleriecremesuppe mit Speck und Rosmarin

Mein Liebster ist für Knollensellerie nur dann zu begeistern, wenn man ihn aus dem Essen fast nicht herausschmeckt. Deshalb hat er sich – frei nach diesem Rezept hier auf BBC Good Food mit Pancetta und Thymian – sein eigenes Süppchen mit Frühstücksspeck und Rosmarin gekocht, das ich hier vorstellen darf:

SelleriesuppeFür ca. 6 Suppenteller voll …

eine mittelgroße Sellerieknolle schälen und grob würfeln. 100 g Frühstücksspeck gleich im Suppentopf knusprig braten und beiseite stellen. Eine Zwiebel, grob gewürfelt, in etwas Butter anbraten, vier Rosmarinzweige und 1 TL Estragonsenf sowie 1 TL Tomatenmark (oder Bioketchup) dazugeben, mit der Zwiebel 5 Minuten braten. Selleriewürfel dazugeben, weitere 5 Minuten anbraten.

Mit 1,5 Litern Suppe (Hühner-, Gemüse- oder Rinds-, je nach Geschmack) aufgießen, 10-15 Minuten lang kochen, Rosmarin herausfischen. Sobald der Sellerie weich ist, die Suppe pürieren. Einen kleinen Becher Crème fraîche light einrühren und nochmals aufkochen.

Und schließlich mit frischen Rosmarinzweigen und dem Speck servieren.

Gekocht: Sellerie-Apfel-Suppe

Apfel und Sellerie sind im Waldorfsalat ein Dream Team, warum sollten sie nicht auch im Suppentopf harmonieren? Das Rezept dieser fruchtig-mediterranen Gemüsecremesuppe stammt von Sarah Wiener.

Apfel Sellerie Suppe

Für sechs Suppenteller voll eine Zwiebel in einem weiten Topf (oder etwas tiefere Pfanne) anschwitzen, 1 Sellerieknolle und 2 säuerliche Äpfel (beides geschält, in kleine Stücke geschnitten) dazugeben und anbraten. 1 TL Zucker darüberstreuen und mit 4 cl Calvados oder anderem hochprozentigen Alkohol darübergießen, flambieren.

Apfel, Sellerie, PetersilieFlambierenMit 100 ml Weißwein (säuerliche Sorte wie Veltliner), 100 ml Apfelsaft und 500 ml Gemüsesuppe aufgießen, 20 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis der Sellerie weich ist.

Pürieren, einen halben Becher Schlagobers (125 ml) dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Bloggen auf WordPress.com.