Flammkuchen mit Romanesco & Speck

Wenns schnell gehen muss und nicht immer Pasta sein soll, dann ist ein fertiger Flammkuchenteig einfach zu praktisch. Das tolle: Man hat so viele Möglichkeiten, gerade mit Gemüse. Hier ist es Romanesco-Kohl geworden – und damit der etwas eigenartige Look des italienischen Karfiol-Bruders, der durch die fraktale Struktur richtig alien-artig aussieht, einmal ganz anders zur Geltung kommt, habe ich ausnahmsweise mit dem Essen gespielt (beim Kochen darf man das nämlich!) und ihn in Scheiben aufgelegt, wie kleine Bäumchen.

romanesco flammkuchen (1)

Für ein Blech voll: Backrohr auf 200 Grad vorheizen (siehe auch Packungsanleitung beim Flammkuchenteig). 1 kleinen Kopf Romanesco in kleine Röschen teilen und in heißem Salzwasser kurz blanchieren. Währenddessen 70 g Speck würfelig schneiden und ohne Fett in einer Pfanne kurz anbraten. Die Romanescoröschen abschrecken und in Scheiben schneiden (oder auch nicht). 1 Zwiebel schälen und in Streifen oder Ringe schneiden.

Flammkuchenteig ausrollen und mit 1 kleinem Becher Creme fraiche bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Mit dem Gemüse und dem Speck belegen, nach Packungsanweisung (meistens ca. 15 Minuten) backen.

Grünkohl-Risotto mit Speck und Birne

Die Kombi „Beer’n, Boh’n un Speck“ (Birne, Bohnen, Speck) ist in Norddeutschland ein Klassiker, weiter südwärts wird sie eigentlich kaum serviert – zu Unrecht. Statt Bohnen trifft in diesem Risotto das Obst-Fleisch-Duo auf Grünkohl. Und siehe da, auch das schmeckt eigentlich ziemlich gut!

gruenkohlrisotto

Für 2 Portionen: Eine Zwiebel abziehen und fein würfeln, 50 Gramm Speck ebenfalls würfeln, beides in etwas Öl anbraten. 2 Tassen Hühnersuppe vorbereiten. Eine Tasse Risottoreis dazugeben und glasig werden lassen. Mit etwas Suppe angießen und die Flüssigkeit einkochen lassen, wieder angießen und wiederholen.

Inzwischen 100 Gramm Grünkohl und eine halbe Birne in kleine Stücke schneiden, beides zum Reis geben. Weiter mit der Suppe aufgießen, einrühren und verkochen lassen, bis die Flüssigkeit aufgebraucht und der Reis gar ist.

Geriebenen Parmesan und etwas Butter einrühren und noch eine Minute lang ziehen lassen. Den Reis mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, auf Tellern anrichten. Eventuell kann man ihn noch mit gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

 

Selleriecremesuppe mit Speck und Rosmarin

Mein Liebster ist für Knollensellerie nur dann zu begeistern, wenn man ihn aus dem Essen fast nicht herausschmeckt. Deshalb hat er sich – frei nach diesem Rezept hier auf BBC Good Food mit Pancetta und Thymian – sein eigenes Süppchen mit Frühstücksspeck und Rosmarin gekocht, das ich hier vorstellen darf:

SelleriesuppeFür ca. 6 Suppenteller voll …

eine mittelgroße Sellerieknolle schälen und grob würfeln. 100 g Frühstücksspeck gleich im Suppentopf knusprig braten und beiseite stellen. Eine Zwiebel, grob gewürfelt, in etwas Butter anbraten, vier Rosmarinzweige und 1 TL Estragonsenf sowie 1 TL Tomatenmark (oder Bioketchup) dazugeben, mit der Zwiebel 5 Minuten braten. Selleriewürfel dazugeben, weitere 5 Minuten anbraten.

Mit 1,5 Litern Suppe (Hühner-, Gemüse- oder Rinds-, je nach Geschmack) aufgießen, 10-15 Minuten lang kochen, Rosmarin herausfischen. Sobald der Sellerie weich ist, die Suppe pürieren. Einen kleinen Becher Crème fraîche light einrühren und nochmals aufkochen.

Und schließlich mit frischen Rosmarinzweigen und dem Speck servieren.

Brokkolisalat mit Speck

Das ist ein Salat, von dem Jamie Oliver behauptet, er hätte sogar die sonst nie Gemüse essenden Cowboys dazu gebracht, einmal etwas abseits von Fleisch zu verzehren. Kunststück, sag ich: Ist ja Speck drin!

brokkolisalat

Für 2-3 Portionen einen Brokkoli in kleine Röschen zerteilen, den Strunk in dünne Scheiben schneiden. Das Gemüse fünf Minuten in einem Topf mit Dämpfeinsatz dämpfen, inzwischen 3 Scheiben Räucherspeck mit 3 EL Olivenöl in einer Pfanne knusprig braten. Das Öl nicht wegschütten, sondern gleich für das Dressing weiterverwenden: 1/2 Knoblauchzehe (gepresst), 1/2 TL Dijonsenf, 1 EL Weißweinessig und etwas Schnittlauch (in Röllchen geschnitten) zusammenrühren. Den noch warmen Brokkoli in eine Schüssel geben, ca 5 Kirschtomaten (halbiert) daruntermischen, den Speck dazugeben, mit dem Dressing abmachen. Feta darüberbröseln, mit Pfeffer und – wer mag – Chilisalz würzen. Achtung, durch Speck und Feta ist das ganze schon sehr salzig!

Gekocht: Pasta e Ceci

sopranos family cookbookVor längerer Zeit hatten wir mal den Plan, einmal in der Woche Sopranos zu schauen und dazu etwas Italienisches zu kochen, mein Liebster und ich. Gekommen sind wir mit der Serie nicht weit, aber eine Errungenschaft aus diesem Vorhaben ist der ausgedruckte Zetteln mit einem (bis jetzt) nie gekochten Rezepts, das aus dem „Sopranos Family Cookbook“ stammt: Pasta e Ceci, also Nudeln mit Kichererbsen. Im Original ist es ein Eintopfgericht, die Nudeln werden direkt mitgekocht. Es gibt aber auch Varianten, in denen weniger Wasser hinzugegeben wird und die Nudeln extra gekocht werden.

ceci

Für einen Familientopf voll (4 bis 6 Portionen) ca. 450 Gramm Kichererbsen über Nacht einweichen und 1-2 Stunden weich kochen (kein Salz!) . Alternativ: 2 Dosen gekochte Kichererbsen.

In einem großen Topf 50 Gramm Pancetta (alternativ: Frühstücksspeck) mit etwas Olivenöl anbraten, bis er braun wird, dann 3 Knoblauchzehen (fein geschnitten) und  eine Prise Chiliflocken dazugeben und braten, bis der Knoblauch goldfarben wird.

Nun kommt ein halber Liter Tomatensauce (an besten in Stücken) dazu – und die Kichererbsen. Einen Teil der Kichererbsen mit einer Gabel anquetschen. Einen achtel Liter Wasser dazu, ca. 500 Gramm Spaghetti (in kleine Stücke gebrochen) hineingeben. Mit Salz würzen.

Kochen, bis die Pasta al dente ist (Dauer laut Packung!), nachwürzen. Frische Petersilie dazugeben, mit viel grob gemahlenem Pfeffer würzen.

Gekocht: Alpine Winter-Minestrone mit Kren

Die Supersuppe, könnte man mehr als holprig übersetzen: Das Wort Minestrone ist nämlich laut Wikipedia der Augmentativ (Vergrößerungsform) von minestra, italienisch für „Suppe“. Kein Wunder, ist sie doch dank jeder Menge Gemüse und Sättigungs-Einlagen wie Reis oder Nudeln ganz schön gehaltvoll. Damit liefert sie gleich mehrere Gründe, einmal eine winterlich-alpine Variante nach einem Rezept aus dem Frisch gekocht-Kochbuch auszuprobieren.

Natürlich, übervoller Kühlschrank macht’s möglich, eine eigene Variante davon …

Minestrone

Für die Minestrone hieß es zunächst einmal schnipseln: Eine große gelbe Zwiebel in Würfel, 200 Gramm Karotten in Scheiben, ein Drittel Kohlkopf in Streifen, 100 Gramm Knollensellerie (Originalrezept: Stangensellerie) in Würfel, 50 Gramm getrocknete Tomaten in Streifen.

Dann die Zwiebel mit 150 Gramm Speckwürfeln in etwas Olivenöl anbraten, nach und nach 100 Gramm TK-Erbsen, Karotten, Sellerie, getrocknete Tomaten und Kohl dazugeben. 150 Gramm Zartweizen (das Originalrezept verlangte Graupen, also Rollgerste) mitrösten. Würzen mit Lorbeerblättern, Majoran, Salz und Pfeffer. Das ganze mit 1,5 – 2 Litern Wasser/Suppe* aufgießen und 20 Minuten auf mittlerer Stufe kochen lassen, fünf Minuten vor Ende noch eine Dose weiße Bohnen (abgetropft) dazugeben und mitkochen.

Servieren mit geriebenem Kren.
Supersuppe, ich sag’s ja!
(*Anmerkung: es reicht, Wasser reinzugießen und nach und nach Suppenwürfel dazuzugeben. In Italien wird  meist keine Fleischbrühe dafür verwendet!)

Minestrone muss ich öfters noch ausprobieren, hier noch ein paar Varianten:

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