Vanilleeis mit Kürbiskernkrokant und Kernöl

Neulich fiel mir ein kleines Heftchen mit Eis-Rezepten mit typisch steirischen Zutaten in die Hände. Guess what: Kren (also Meerrettich), Käferbohnen und Kürbiskernöl.

Ich musste es natürlich ausprobieren, auch zumal das Grundrezept für das Eis ein wesentlich einfacheres ist, als das, das ich sonst immer mache. Das Eis ist tatsächlich sehr gut geworden – allerdings ist es zum sofort Essen gedacht, beim längeren Einfrieren verliert es doch seine Cremigkeit.
fullsizerenderFür das Vanilleeis – auch bestens als Grundeisrezept verwendbar – 500 ml Milch (man kann auch einen Teil durch Schlagobers ersetzen) mit 30 g Zucker und 2 Stück Vanilleschoten aufkochen. Die Masse danach für mindestens zwei Stunden kalt stellen. Dann in der Eismaschine gefrieren (und wenn man gleich Kernöleis daraus machen will, könnte man noch vor dem Gefrieren in der Eismaschine 125 ml Kernöl unter die Masse mischen).

Für das Kürbiskernkrokant: 125 g Kürbiskerne grob hacken, in einer Pfanne ohne Fett rösten. Herausnehmen.250 g Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren lassen, Kerne dazugeben. Die Masse ganz dünn auf ein Backpapier zu verstreichen und trocknen lassen. Dann in kleine Stückchen brechen.

Das Eis mit ein bisschen Krokant servieren – und wenn noch kein Kernöl drin ist, dann gehört spätestens jetzt eins drauf!

 

Und wenn’s ein Kren-Eis sein darf: Mit der Grundmasse 100 g Oberskren mitkochen. Für ein Käferbohnen-Eis 100 g Käferbohnenpüree.

 

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Steirischer Käferbohnensalat

Käferbohnensalat mit Kernöl – steirischer geht’s eigentlich kaum. Das ist ein wahrer Klassiker der Küche meines Heimatbundeslandes und etwas, das man unbedingt ausprobieren sollte, wenn man in der Steiermark ist. Oder falls man das Glück hat, irgendwo sonst Käferbohnen erstehen zu können. Mit dem Kernöl gibt es da ja mittlerweile weniger Probleme.

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Käferbohnensalat mit Rettich und Vogerlsalat

Für 2 Portionen: Am Vortag 250 g Käferbohnen in Wasser einweichen. Das dauert ca. 12 Stunden, das Wasser sollte man zwischendurch 2, 3 Mal wechseln. Bis die Bohnen wirklich weich sind, muss man sie danach noch 1 Stunde kochen.

Einen halben schwarzen Rettich schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwei Handvoll Vogerlsalat waschen und schleudern. Bohnen und Rettichwürfel in einer Schüssel vermischen.

Dressing aus 3 EL Kernöl und 2 EL Apfelessig mit Salz und Pfeffer zubereiten. Alles vermischen. Dazu unbedingt Schwarzbrot! Und ein guter steirischer Wein …

Aufsteirern kulinarisch

Es gibt viele Gründe, das Aufsteirern, das jährliche Riesenfest der steirischen Volkskultur zu mögen. Genauso viele wie es gibt, es nicht zu mögen vermutlich. Trachten, Brauchtum, Volksmusik, hunderttausend Menschen in der Innenstadt … das ist nicht jedermanns Sache. Aber ich habe jetzt für mich persönlich den besten Zugang gefunden: Letzten Sonntag, als ich entlang der Aufsteirern-Standl geschlendert bin, ist mir plötzlich eingeschossen, dass das ja auch ein großer Street Food Market ist: Es gibt wohl keine Gelegenheit, sich durch das Bundesland zu fressen – jede Region ist mit einem Standl vertreten, an vielen davon kochen die Bäuerinnen selbst – ganz besonders natürlich beim Kulinarikfest der Bäuerinnen im Stadtbauernhof (Hof der Landwirtschaftskammer). Da gibt’s Verhackertbrote, Gröstl, Steirerschnitzel mit Kürbiskernpanade, Strudel aller Arten, süße Krapfen und den berühmt-berüchtigten Almkaffee aus Murau.

Und dazu machen viele Lokale in der Innenstadt mit: Das El Gaucho hat heuer z. B. Ochsenburger verkauft, beim Eis Greissler gabs „steirischen herbst“ in die Tüte … mit Kastanien-, Sturm- und Zwetschkeneis.

Voila: Ein paar Impressionen von der kulinarischen Seite des Aufsteirerns.

Risotto vom Muskatkürbis mit Kernöl

Eigentlich habe ich ja keine Kernöl-DNA in mir – meine Familie stammt aus allen möglichen anderen Bundesländern, aber nicht aus der Steiermark. Als ich noch daheim wohnte, wurde der Salat lieber mit feinstem Balsamico oder klassischer Vinaigrette abgemacht und der in schwarzer Marinade nur so schwimmende Chinakohl, den es machmal bei der Oma einer Schulfreundin gab, hat nicht unbedingt die Liebe zum Kernöl bei mir entfacht. Es hat also ein bisschen länger gedauert – und ehrlich gesagt war meine Initialzündung auch kein Salat, sondern der süße Neoklassiker: Vanilleeis mit Kernöl.

In diesem Gericht geht’s aber jetzt um den Kürbis, den Ursprung der Kürbiskerns. Oder umgekehrt, das ist ja ein Henne-Ei-Problem.

kuerbisrisottoFür zwei Portionen

erst einmal das Kürbispüree zubereiten: Man braucht dafür ca. 500 g Muskatkürbis, den man in Alufolie eingewickelt bei 200 °C eine knappe Stunde im Backrohr schmoren lässt. Wenn er weich ist, ist er fertig. Wenn nicht alles weich ist, auch kein Problem, ein paar ganze Stücke machen sich im Risotto ja auch gut. Den weichen Kürbis mit dem Pürierstab zu Püree verarbeiten.

Daneben wird Risotto gekocht, für alle, die das schon ein paar Mal gemacht haben, nichts Neues: Eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen würfeln, in Butter(schmalz) anbraten, eine Tasse Risottoreis zugeben und anschwitzen lassen, mit 1 Glas Weißwein ablöschen. Nach und nach mit je einem Schöpfer voll von 1/2 l Gemüsesuppe (die sollte am besten schon warm sein, also falls ihr keine fertige habt, einfach Wasser im Wasserkocher aufkochen und Gemüsebrühe einrühren) aufgießen, einrühren, warten bis die Masse wieder austrocknet und so weiter und so fort. Nach ca. 15 Minuten kann der Kürbis dazu. Noch 5 Minuten weiterköcheln lassen, etwas Butter und ca. 50 g Parmesan (gerieben) dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Garnieren mit (optional) gehackten Kürbiskernen und/oder Petersilie und (unbedingt!) etwas Kernöl.

Dazu unbedingt einen Endiviensalat mit Kernöl-Knoblauch-Dressing dazu essen. Passt perfekt. Wer mag, auch gerne Chinakohl – nur lasst ihn bitte nicht ersaufen wie T.s Oma!

Gekostet: Zotter Overdose

Kühler Kakao als Energy Drink, das ist die neueste Innovation aus der Schokoladenmanufaktur Zotter: Die „Overdose“, so der ein bisschen kindisch-provokativen Powerdrinks, gibt es ab sofort in drei Sorten: dark, milk und white.

Alle drei Sorten bestehen aus Fairtrade-Schokolade und Bio-Milch aus dem Ennstal, die dunkle Schoko enthält dazu Ginseng und einen Hauch Chili „Bird’s Eye“, die Milchschoko Guarana, echte Vanille, Zimt, Rosenblüten und einen Hauch Zitrone, die weiße Schoko Chaga-Pilz, Rosenblüten, einen Flash Zitrone, Vanille und Zimt.

OverdoseKalorienmäßig schlägt sich eine Dose „Overdose“ (23o ml) mit stolzen 310 Kalorien zu Buche, im Geldbeutel mit 2,75 Euro. Erhältlich hier und im Handel, zB bei Wein & Co.

Gekostet: Steirer Cider

Steirercider

Daran, dass zu wenige Äpfel in der Steiermark angebaut werden, kann es nicht liegen. Aber warum gibt es kaum Cider aus der Steiermark? Gut, den Haider Cider gibt es schon seit ein paar Jährchen (verbunden mit dunklen Erinnerungen an Farm Raves am Stubenbergsee …), der scheint aber technisch gesagt ein Apfelmost zu sein.

In den letzten Jahren tauchten aber plötzlich zwei Cider-Marken aus der Steiermark auf:  Einerseits das Goldkehlchen, das wird in Burgenland hergestellt, aber aus steirischen Äpfeln. In Graz ist der Premium Cider bei Jodl, bei VDB und in der Metro erhältlich.

Und dann wäre da noch der Steirer Cider. Hergestellt wird er von Mostsommelier Manfred Fauster aus Graz-Mariatrost, der sich schon damit einen Namen gemacht hat, den Most auf ein neues Level zu heben – der wird dann als Edelmost in entsprechend edlen (Wein-)Flaschen verkauft, es gibt ihn auch als Frizzante von alten Sorten. Von da ist es nur ein logischer Schritt, auch Cider anzubieten: süßen Steirer Cider, mit leichten 3,8 Prozent Alkohol und prickelnder Kohlensäure.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Most und Cider? Cider ist moussierender Apfelwein: vergorener Apfelsaft, der meistens mit Kohlensäure angereichert wird. Und Most ist Fruchtwein aus vergorenen Äpfeln. Anders gesagt: Beim Most wird Apfelsaft mittels Kellertechnik und Hefe vergoren. Bei Cider wird hingegen bereits vergorener Apfelsaft mit reinem Apfelsaft vermischt und mit Kohlensäure versetzt. So ist Cider weniger sauer als Most und hat weniger Alkohol, laut österreichischem Lebensmittelkodex weniger als 4,5 Prozent Alkohol.

Gekauft: Omi’s Apfelstrudel

Omi's Apfelstrudel Okay, genaugenommen habe ich ihn nicht gekauft – er wurde mir neulich in die Hand gedrückt, ich habe ihn also kostenlos bekommen. Aber die Kategorie heißt nun einmal so. 🙂

Viel kann ich euch nicht darüber erzählen: Es ist ein steirischer Apfelsaft, der mit Zimt veredelt wurde. Kommen tut das ganze aus Leoben, hergestellt wird es von der Alfred Kendlbacher GmbH in Leoben.

Und wie schmeckt das? Super, wie Omi’s Apfelstrudel halt schmeckt! Sehr süß, dank des Zimtgeschmacks noch süßer. Laut „Flaschentext“ kann man ihn auch heiß trinken, am besten ist es wohl, ihn „gespritzt“, also mit Wasser zu trinken.

Die Homepage zum Apfelstrudelsaft ist erst im Aufbau, zumindest einen Verkaufspunkt kann ich aber nennen: Café-Restaurant Steira-Eck im Shopping Nord, Graz.

Also: Prost und alles Gute, liebe Omi!

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