Hühnersuppe, ganz klassisch

Eigentlich bin ich ja mehr der Suppenkasper. Also zumindest dann, wenn es um diese klaren Suppen geht, die es bei Oma jedes Mal vor dem Hauptgang gab – Abwechslung boten da nur die verschiedenen Einlagen. Jetzt, wo der Liebste ein bisschen kränkelt, hat mich aber sofort der Ehrgeiz gepackt, ihn mit einer richtig guten Hühnersuppe zu retten. Und die hat eigentlich schon sehr fein geschmeckt. Muss ich zugeben!

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Rezepttechnisch habe ich mich an einem „Gusto“-Heft aus dem Jahr 1984 orientiert. Hätte natürlich aber ruhig noch weit älter sein können. Die Nudeln hat es damals aber wahrscheinlich noch nicht gegeben: „Bauernhoffiguren“ vom Bio-Nudel-Hersteller „Tieber“ aus St. Martin am Wöllmissberg (Weststeiermark).

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Für 4 Teller: 5/4 Liter Wasser mit 3 Hühnerkeulen und Suppengemüse aufkochen, rund 35 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

Währenddessen 3-4 Karotten und 1/2 Stange Lauch schälen und in Scheiben schneiden, 1/2 Bund Schnittlauch fein schneiden, Suppennudeln (nach Packungsanleitung) kochen.

Hühnerkeulen aus der Suppe heben und in kaltem Wasser abschrecken, Suppe abseihen und nochmals aufkochen. Karotten dazugeben und nochmals 15 Minuten köcheln lassen, dann den Lauch für weitere 5 Minuten mitkochen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Hühnerfleisch von den Keulen lösen und in kleine Stücke schneiden. Suppe mit Fleisch und Nudeln anrichten, mit dem Schnittlauch bestreut servieren.

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Kürbis-Apfelsuppe mit Salbei-Croûtons

„Endlich“ Herbst! Das ist ja immer eine zwiespältige Angelegenheit, sich auf die Jahreszeit nach dem Sommer zu freuen, und doch gibt es so viele schöne Dinge am Herbst, auf und über man sich freuen kann. Eines davon leuchtet so richtig schön orange …

Kürbis. Suppe. DAS Herbstessen, wenn draußen die Blätter von den Bäumen baumeln und die ersten richtig kühlen Tage herrschen. In diesem von „Brigitte“ geborgten Rezept trifft der süßliche Kürbis auf Senf, Sauerrahm und Apfel, dazu gibt’s knusprigen Salbei .

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Für vier Teller: 1 kleinen Hokkaidokürbis (eventuell) schälen, Kerne und Fasern entfernen und grob würfeln. 1 Apfel schälen, Gehäuse entfernen und ebenfalls grob würfeln. 1 Zwiebel abziehen und schneiden – wird später schließlich ohnehin alles püriert.

Zwiebel mit etwas Butter glasig dünsten, Kürbis- und Apfelwürfel dazugeben und kurz mitdünsten. Ca. 800 ml Gemüsesuppe hineingeben, 15 Minuten im geschlossenem Topf kochen lassen, bis der Kürbis weich ist. Pürieren.

2 EL Senf und 2 EL Sauerrahm unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Croûtons 2 Scheiben Brot (nach Wahl) entrinden und in gleichmäßige Würfel schneiden. Mit etwas Öl in einer Pfanne knusprig braten. 1/2 Bund Salbei dazugeben und die Kräuterblätter ebenfalls kross werden lassen.

 

Zucchinicremesuppe mit Parmesan

Wie mir Freunde mit Garten sagen, sind sie gerade eine große Herausforderung für’s Verkochen: Zucchini haben im Moment Saison und gedeihen offenbar prächtig – wie auch riesige Exemplare in der Gemüsekiste beweisen. Glücklicherweise fehlt es an vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten wirklich nicht: Vom Zucchinigratin über Gefüllte Zucchini aller Arten und Zucchinilaibchen oder Zucchinikuchen bis hin zur Suppe natürlich. Die habe ich immer ein wenig langweilig gefunden. Die folgende Variante ist aber alles andere als das – obwohl nicht viel hineinkommt außer Zucchini, Kräuter und Parmesan.

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Für 2-3 Portionen: 1 große Zucchini (oder 2 kleine) schälen und grob würfeln. 1 Knoblauchzehe schälen und grob schneiden. Je 1 kleine Handvoll Petersilie und Basilikum ebenfalls grob schneiden und Stängel von Blättern trennen – es wird ohnehin alles püriert.

Knoblauch mit den Stängeln der Kräuter in etwas Olivenöl anbraten, Zucchini dazugeben und mit Salz und weißem Pfeffer würzen, etwa 10 Minuten langsam leicht braun werden lassen. Mit etwa einem halben Liter Gemüsesuppe aufgießen und nocheinmal rund 10 Minuten kochen lassen. Kräuterblätter dazugeben und pürieren (wer mag, kann einen kleinen Teil der Zucchiniwürfel beiseite legen und als Einlage verwenden).

Mit ein wenig Schlagobers und einer Handvoll geriebenem Parmesan (Veganer lassen den einfach weg) verfeinern. Mit geröstetem Knoblauchbrot servieren.

Sellerie-Limettensuppe

Limetten, die nächste: Wie schon im vorvorigen Blogpost erwähnt, blieben kürzlich einige Limetten übrig, weil wir doch tatsächlich zu (!) wenige (!) Caipirinhas (!) getrunken haben. Mittlerweile habe ich den Saft ganz einfach in Eiswürfelbehältern eingefroren, das funktioniert toll. Davor gab es aber noch eine feine Suppe nach einem Rezept von Annemarie Wildeisen: herber Knollensellerie trifft saure Limette. Passt überraschend gut!

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Für vier Teller  400 g Knollensellerie und 200 g Erdäpfel schälen und in grobe Würfel schneiden. Die Schale einer Bio-Limette abreiben und den Saft auspressen. 1 Zwiebel schälen und fein würfeln.

Die Zwiebel in etwas Olivenöl anbraten, Sellerie und Erdäpfel dazugeben, mit etwas Weißwein ablöschen. Aufgießen mit 800 ml Gemüsesuppe, der Hälfte der Schale und 2 EL des Limettensafts. Dann kochen lassen, bis das Gemüse gar ist – ca. 20 Minuten.

Pürieren, 1/2 Becher Schlagobers dazugeben und nochmals aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. Vor dem Servieren mit Limettenschale bestreuen (das braune auf dem Foto ist noch zusätzlich Zitronenpfeffer, den ich noch übrig hatte). Im Originalrezept wird das Ganze noch mit in feine Streifen geschnittenem Bündnerfleisch bekrönt – sicher kein Fehler 🙂

Asiatische Vichysoisse

Ganz klassisch habe ich sie ja schon einmal gekocht, die Vichysoisse. Dass man aus der schlichten Schönheit der Erdäpfel-Lauch-Suppe auch köstliche Variationen machen kann: Na klar! Es folgt ein Rezept von Frank Rosin – auch bekannt als TV-Restaurant-Retter -, in dem er dem Klassiker mit Ingwer, Zitronengras, Kokos und Chili einen asiatischen Touch verleiht. Ganz einfach und doch so raffiniert. Rosin setzt dem ganzen mit einem Tunfischtatar die Krone auf, wir haben uns in Ermangelung fangfrischen Tunfisches für Tunfischlaibchen (-Frikadellen) entschieden.

Vichysoisse

Für 6 Teller Suppe 800 g Erdäpfel sowie 140 Gramm Lauch (Porree) putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. 2 Schalotten und ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und fein würfeln. 1 Stange Zitronengras in grobe Stücke schneiden.

(Kokos)öl in einem weiten Topf erhitzen. Alles obige bei mittlerer Hitze andünsten, mit 1 TL Kurkuma bestäuben. 1 Chili fein schneiden (ev entkernen) und dazugeben. Mit 1 Liter Gemüsefond und 1 Dose Kokosmilch aufgießen, aufkochen lassen. Ca. 20-25 Minuten kochen lassen.

Zitronengras entfernen, pürieren. Lauwarm abkühlen lassen, mit Salz und Limettensaft abschmecken. Mit rosa Beeren (schön retro!) und Koriander servieren.

Rachs Tunfischtatar besteht, für alle, die die Möglichkeit haben, richtig frischen Tunfisch zu bekommen, aus: 250 g Thunfischfilet, 4-5 El Olivenöl, 2 Tl Korianderöl, Pfeffer, 2 El fein gehacktes Koriandergrün, 1-2 Tl Limettensaft und Salz: Einfach alles im Blender zusammenmixen, anrichten, fertig! Wir haben einfach aus der selben Mischung plus einem Ei plus Semmelbrösel Laibchen geformt und diese gut angebraten.

Suppe vom schwarzen Rettich

Schwarzer Winter-Rettich ist bis jetzt nicht mein absolutes Lieblingsgemüse – im Gegensatz zu Radieschen natürlich, oder Bierrettich oder Daikon. Aber man muss nur wissen, wie: Und in dieser Suppe hier, das Rezept stammt von der Seite der deutschen Supermarktkette „Edeka“, hat er mich tatsächlich endlich einmal überzeugt. Und zwar nicht nur, weil die Suppe durch den Schmelzkäse schön mollig ist, sondern auch wegen der Einlage: Frittierte Rettichstreifen.

Rettichsuppe

Für vier Teller Suppe eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe, 400 g Erdäpfel (Kartoffeln) und 1 schwarzen Winterrettich schälen (dabei ca. 1/6 beiseite legen) und grob würfeln. In etwas Öl zuerst die Zwiebel mit dem Knoblauch kurz anschwitzen, dann das Gemüse dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit einem Schuss Noilly Prat (alternativ Weißwein) ablöschen. Wenn der Alkohl verdampft ist, mit 700 ml Gemüsesuppe übergießen und ca. 20 Minuten kochen lassen.

Inzwischen den restlichen Rettich in feine Streifen schneiden und in Öl frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, ein wenig salzen.

Wenn das Gemüse weich gekocht ist, die Suppe pürieren. 150 g Schmelzkäse einrühren und schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Mit den Rettichstreifen und Schnittlauchröllchen servieren.

 

Kalte Gurkensuppe mit Avocado

Eine erfrischende kalte Suppe um zu ignorieren, dass der Frühling nicht so schnell macht, wie wir uns das wohl wünschen würden. Das Rezept stammt aus dem Merkur-Friends-Magazin, aus einer Detox-Strecke.

Wird bestimmt bald wieder gekocht – wenn es dann wirklich schön warm ist. Nachdem die Suppe nicht gekocht werden muss, geht die Zubereitung auch superschnell.

Gurkensuppe

Für zwei Teller: Eine Gurke schälen und grob schneiden, 1 Zweig Dill fein hacken, 1 Limette auspressen. Alles mit einem kleinen Becher (Soja-)Joghurt und ca. 700 ml Wasser in den Blender werfen und pürieren. Mit weißem Pfeffer und Salz abschmecken. 1 Avocado würfeln, Suppe mit den Würfeln als Einlage anrichten. Eventuell mit gezupften Dillblättern und/oder ein paar Chiliflocken servieren.

Rohnen-Kokos-Curry-Suppe

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, hat vielleicht schon mitbekommen, dass der Gemüsekistenlieferant meine Kreativität mit regelmäßigen Lieferungen von Rohnen (Rote Rüben bzw. Rote Bete) auf Trab hält.

Umso größer war die Freude, als ich im aktuellen Frisch gekocht-Magazin ein sehr ansprechend ausschauendes Rezept für Rohnensuppe mit Kokosmilch und Curry fand. Als sättigende Einlage fungiert hier ganz einfach Reis, für ein bisserl mehr Pep sorgen darübergestreute gehackte Erdnüsse. Hab ich natürlich gleich ausprobiert!

Rohnen-Kokos-Suppe

Für 4-6 sättigende Teller: 750 g Rohnen (müssen nicht gekocht sein, aber wenn geht’s schneller) schälen und würfeln. 1 Zwiebel und 3 Knoblauchzehen ebenfalls. Gut 5 cm Ingwer auch von der Schale befreien und in kleine Stücke hacken. Ein wenig von einem neutralen Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, dann den Ingwer dazugeben. Rohnen dazugeben und etwas mitdünsten, mit 3 TL Currypulver würzen. Mit 750 ml Suppe aufgießen, das Gemüse darin weich kochen (wenn die Rohnen noch roh waren, dauert das ca. 30 Minuten, sonst gehts recht rasch).

Inzwischen in einem separaten Topf eine kleine Tasse Reis nach Packungsanleitung kochen.

Die Suppe pürieren, eine Dose (400 ml) Kokosmilch dazugeben und nochmals aufkochen lassen. Dann mit Sojasauce, Salz, Pfeffer und ein wenig Currypulver abschmecken.

In Suppentellern mit dem Reis anrichten, mit gehackten Erdnüssen und Kräutern (am besten Koriander) garnieren, mit etwas Currypulver bestreuen.

Selleriecremesuppe mit Speck und Rosmarin

Mein Liebster ist für Knollensellerie nur dann zu begeistern, wenn man ihn aus dem Essen fast nicht herausschmeckt. Deshalb hat er sich – frei nach diesem Rezept hier auf BBC Good Food mit Pancetta und Thymian – sein eigenes Süppchen mit Frühstücksspeck und Rosmarin gekocht, das ich hier vorstellen darf:

SelleriesuppeFür ca. 6 Suppenteller voll …

eine mittelgroße Sellerieknolle schälen und grob würfeln. 100 g Frühstücksspeck gleich im Suppentopf knusprig braten und beiseite stellen. Eine Zwiebel, grob gewürfelt, in etwas Butter anbraten, vier Rosmarinzweige und 1 TL Estragonsenf sowie 1 TL Tomatenmark (oder Bioketchup) dazugeben, mit der Zwiebel 5 Minuten braten. Selleriewürfel dazugeben, weitere 5 Minuten anbraten.

Mit 1,5 Litern Suppe (Hühner-, Gemüse- oder Rinds-, je nach Geschmack) aufgießen, 10-15 Minuten lang kochen, Rosmarin herausfischen. Sobald der Sellerie weich ist, die Suppe pürieren. Einen kleinen Becher Crème fraîche light einrühren und nochmals aufkochen.

Und schließlich mit frischen Rosmarinzweigen und dem Speck servieren.

Karottensuppe mit Koriander und Limette

Eine Karottensuppe kann etwas Wunderbares sein – es braucht allerdings eine andere Zutat, die der Suppe etwas Pep verleiht, damit sie nicht nach Krankenhaus schmeckt. Mit Ingwer ist das eh ein Klassiker, mit Orangen funktioniert es auch wunderbar. Und mit Koriander auch!

karottensuppe koriander

Für 4-6 Teller: Eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen schälen und grob hacken, 600 g Karotten schälen und in große Stücke schneiden. Die Stiele von 1/2 Bund Koriander grob schneiden.

In einem mittelgroßen Topf Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig anbraten, 2 Lorbeerblätter dazugeben, dann die Karotten und die Korianderstiele. Mit 1 TL Garam Masala würzen und mit 1 Liter Gemüsesuppe aufgießen. Köcheln lassen, bis die Karotten gar sind (ca. 10-15 Minuten). Lorbeer herausfischen, die Hälfte des Korianders dazugeben und pürieren. Den Saft einer Limette zugießen. Falls die Suppe danach noch zu dick ist, noch etwas Wasser zugeben. Würzen mit Salz, Pfeffer, nach Belieben noch mehr Garam Masala und/oder Chili dazugeben.

In vorgewärmten Tellern servieren, mit einem Klecks Joghurt und dem restlichen Koriander garnieren.

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