Shakshuka

Ein paar Eier und Tomaten, dazu Zwiebel, Knoblauch, Gewürze, ein wenig Petersilie – so simpel kann köstlich sein. Shakshuka ist ein Grundnahrungsmittel in Nordafrika und auch in Israel, wo ich es kennengelernt habe. Und eigentlich auch in der Türkei, denn das türkische Menemen ist praktisch dasselbe, mit dem winzigen Unterschied, dass da auch Paprika hineingehören. Was aber bei der Shakshuka auch öfters der Fall ist. Das folgende Rezept – es stammt aus dem Buch „So schmeckt Israel“ des deutsch-israelischen Kochs Tom Franz – verzichtet aber darauf und kommt praktischerweise auch mit ganz wenigen Gewürzen aus.

Shakshuka ist sehr einfach zuzubereiten, nur etwas Geduld sollte man mitbringen, da die Soße eine zeitlang kochen muss. Funktioniert übrigens großartig auch als Hangover-Gericht – wir haben es erst kürzlich ausprobiert.

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Für 2 als sattmachendes Frühstück oder Mittagessen: 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen würfelig schneiden und in einer beschichteten Pfanne in etwas Olivenöl anbraten. 1 Chili in Ringe geschnitten dazugegeben, mit 1/2 TL Kreuzkümmel, 1 TL Paprikapulver (edelsüß) und 1/2 TL Chilipulver bestäuben.

Fünf schöne reife Tomaten würfelig schneiden (alternativ im Winter eine Dose Tomaten in Stücke) und in die Pfanne dazugeben, und dann richtig lange schmurgeln lassen, eine Stunde sollte es schon sein. (Wen die Haut stört, der überbrüht die Tomaten zuvor mit heißem Wasser und zieht sie ab.)

Wenn die Sauce schon richtig dick ist und das Wasser verkocht, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit dem Schöpfer vier Mulden für die vier Eier bilden und sie vorsichtig hineinschlagen. Ein paar Minuten warten, bis das Eiweiß fest ist (je nachdem, wie ihr eure Eier gerne esst). Mit Petersilie bestreuen und mit Weißbrot/Fladenbrot servieren.

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DIY Ketchup

Die einfachsten, selbstverständlichsten Dinge einmal selber zuzubereiten, das finde ich ziemlich spannend – nicht nur schmeckt das Ergebnis natürlich um einiges besser und ist frei von jeglichen bösen Zusatzstoffen, sondern man bekommt nur so ein richtiges Gefühl dafür, was wirklich drin steckt und wie es hergestellt wird.

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Zum Beispiel im Ketchup. Tomaten, Zucker, Essig und Gewürze, that’s it. Die Grundlage für unseren Erstversuch war das Ketchuprezept von Jamie Oliver aus „Jamie at Home“.

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Für etwa 750 ml Ketchup zunächst einmal eine große Pfanne auf den Herd stellen und Olivenöl darin erhitzen. Da kommt zunächst einmal das Gemüse (alles grob geschnitten, wird später eh püriert) hinein: 1 rote Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1/2 Fenchel, 1 Selleriestange und 1 daumengroßes Stück Ingwer. Dann kommen gleich die Gewürze dazu: 1 TL Koriandersamen, 1 TL Chiliflocken und 2 Nelken. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. 10 bis 15 Minuten schmoren lassen, bis das Gemüse weich wird.

Dann 500 g Kirschtomaten und 1 Dose Tomatenpulpe sowie 350 ml Wasser dazugeben und so lange kochen lassen, bis sich die Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert hat. Dann pürieren und durch ein Sieb passieren, 200 ml Rotweinessig und 50 g braunen Zucker einrühren und nochmals reduzieren lassen – bis das Ganze die Konsistenz von Ketchup hat. Nochmals nachwürzen und abfüllen! Um das Ketchup haltbar zu machen – die Haltbarkeit sollte einige Monate betragen – sollten die Flaschen natürlich steril sein.

Pochiertes Kräuter-Kalbsfilet mit Haselnuss-Spargel und Paradeis-Risotto

Gang Nummer zwei im Muttertagsmenü war gleichzeitig meine Pochier-Premiere, was Fleisch angeht – und die hat so dermaßen gut geklappt, dass es ganz bestimmt nicht das letzte Mal war. Das war so unglaublich zart und weich, einfach fantastisch.

Das Rezept stammt aus „Frisch gekocht“.

Pochiertes Kalbsfilet mit Spargel und Risotto

Filet in Folie gepacktFür das Filet (4 Personen) 3 Handvoll Kräuter (Thymian, Basilikum, Schnittlauch, Petersilie …) grob hacken. 500 g Kalbsfilet – oder Rindslungenbraten – kalt abspülen, mit Salz und Pfeffer würzen. Ein großes Stück Frischhaltefolie mit gutem Olivenöl bestreichen und mit den Kräutern bestreuen, das Fleisch darin fest einwickeln. Noch einmal in Alufolie einwickeln. Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen und vom Herd nehmen. Das Fleisch hineinlegen und 20 Minuten ziehen lassen. Danach braucht’s nur mehr ausgepackt, geschnitten und genossen werden!

Für das Risotto 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe in etwas Olivenöl anschwitzen, 250 g Risottoreis dazugeben und glasig werden lassen. Nach und nach mit 600 ml Gemüsesuppe und 450 ml passierten Tomaten aufgießen, rühren, rühren, rühren – etwa 15 Minuten lang. Zuletzt noch Mozzarella (oder vielleicht sogar noch besser: Feta) einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Spargel 500 g grünen Spargel putzen und von den holzigen Enden befreien, der Länge nach halbieren. 4 EL gehackte Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und beiseite stellen. Den Spargel in etwas (Haselnuss-)Öl etwa 10 Minuten rundherum anbraten.

Alles gemeinsam anrichten.

Pflücksalat mit Paradeisvinaigrette im Parmesankörbchen

Muttertag! Um der lieben Mama zu danken, haben Schwesterchen und ich uns heute richtig ins Zeug gelegt und ganze drei Stunden lang in der Küche gewerkelt, um ein feines Menü zu zaubern.

Zuerst gab es Pflücksalat mit Paradeisvinaigrette, serviert in einem Parmesankörbchen, als Hauptgang Pochiertes Kalbsfilet mit grünem Spargel und Paradeisrisotto, als Dessert Pavlova mit Rhabarber und Erdbeeren. Mama hat’s geschmeckt, uns auch, und deshalb gibt’s jetzt alle drei Rezepte hier auf dem Präsentierteller …

Pflücksalat im Parmesankörbchen

Das Spektakuläre an diesem Rezept sind die Parmesankörbchen, das wirklich Aufwändige ist allerdings die Vinaigrette – die könnte man eventuell am Vortag oder auf Vorrat machen, ist nämlich wirklich gut! Aber der Reihe nach:

Für vier Portionen 250 Gramm Parmesan oder Grana Padano fein reiben und je ein Viertel davon in einer beschichteten Pfanne kreisförmig ausstreuen und schmelzen lassen. Dann über eine verkehrte Tasse legen und den Käse wieder hart werden lassen.

Für die Vinaigrette eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe grob würfeln und in Olivenöl anbraten, mit 5 EL Rotweinessig ablöschen, 2 Dosen geschälte Tomaten dazugeben und aufkochen lassen. Eine Handvoll Basilikum grob schneiden und mit den Stielen in die Sauce geben. Vom Herd nehmen und 30 Minuten ziehen lassen. Weitere 30 Minuten lang durch ein feinmaschiges Sieb (oder Sieb mit Passiertuch) abtropfen lassen. Den abgetropften Fond dann noch weiter einreduzieren lassen auf etwa 100 ml. Abkühlen lassen und mit Salz, Pfeffer, eventuell Zucker und noch ein bisschen Olivenöl abschmecken. Puh!

Die Tomatenreste kann man durchaus für eine Sauce weiterverwenden, bei uns landeten sie im Risotto.

Salat waschen und schleudern, mit der Vinaigrette vermischen, im Körbchen mit Kirschtomaten, Oliven und gerösteten Pinienkernen servieren.

Parmesan schmelzen lassen  Parmesanscheiben über Tassen stülpenParadeissauce passieren

Parmigiana

Ein italienischer Klassiker, den man viel öfter essen sollte: Parmigiana di Melanzane, ein Gratin aus Auberginen, Paradeisern, Mozzarella und Parmesan, der garantiert auch Fleischesser überzeugt. Für das Rezept habe ich mich weitgehend an einem Rezept von Jamie Oliver orientiert. Zumal der mit der Grillmethode viel Fett spart (in einem anderen Rezept aus meiner Sammlung werden die Melanzani nämlich in Öl frittiert). Jamie wäre aber nicht Jamie, wenn er die gesparten Kalorien nicht wieder hineinschummeln würde: Er verwendet gleich vier Handvoll geriebenen Parmesan.

Parmigiana

Für vier Personen drei Melanzani in 1 cm breite Scheiben schneiden, kräftig salzen und etwa eine halbe Stunde lang ziehen lassen, bis Wasser austritt: die Bitterstoffe. Diese mit einem Küchentuch abtropfen. Die Melanzani danach in einer Grillpfanne oder im Backrohr mit Grillfunktion oder auf dem Griller – wait for it – grillen. Am allerbesten so lange, bis sie leicht angekokelt sind.

Für die Tomatensauce eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen, fein gewürfelt, in Öl anbraten. 500 ml passierte Tomaten zufügen, köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und gerebeltem Oregano würzen.

Zwei Packungen Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.

Melanzanischeiben in eine Auflaufform schichten (Einfetten ist nicht notwendig). Mit Tomatensauce begießen, jede Scheibe mit einer Mozzarellascheibe belegen. Das ganze mit einer weiteren Schicht wiederholen. Ganz obenauf kommt eine großzügige Schicht geriebener Parmesan. Das ganze bei 190 Grad (Umluft) eine halbe Stunde lang backen.Mit gehacktem Basilikum bestreuen. Mit Brot servieren. Schmeckt auch kalt, falls man es je so weit kommen lässt.

Paradeissalat mit Koriander

Es muss nicht immer Basilikum sein: Tomatensalat schmeckt zum Beispiel auch mit Minze gut – oder auch mit Koriander! Das folgende Rezept stammt von Sarah Wiener.

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Für eine kleine Schüssel voll 500 g Paradeiser (Tomaten) würfeln, mit einer kleinen Zwiebel, fein geschnitten, und einem halben Bund Koriander vermengen. Dressing: Olivenöl mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer.

Bandnudeln mit Kohlrabi und Knoblauchparadeisern

Dagobert E-BookKennt ihr Dagobert? Seit 1970 treibt der „gute Geist“ in der Kleinen Zeitung täglich sein Unwesen – und serviert jeden Tag eine Kochidee. Dagoberts Rezepte sind beliebt – sie wurden schon als Kochbuch (auch als E-Book) veröffentlicht, zwischenzeitlich hatte Dagobert sogar seine „eigene“ Online-TV-Sendung. Die Rezepte findet man praktischerweise auch auf der Homepage der Kleinen Zeitung. Nur sein Aussehen hat er im Laufe der Zeit verändert (siehe Bild unten links).

 

Dagobert KochbuchVon Dagobert jedenfalls stammt das nachfolgende Rezept: Kohlrabi wiedereinmal, jawohl! Diesmal gibt er einer sahnigen Nudelsauce eine ganz besondere Note. Und für mehr (auch optischen) Pep kommen mit Knoblauch karamellisierte Kirschparadeiser (aka Cherry Tomaten) obendrauf.

 

Kohlrabinudeln

Für zwei Personen 150 Gramm Kirschparadeiser halbieren, eine Knoblauchzehe grob in Stücke hacken und mit ganz wenig Öl in einer Pfanne anbraten. Paradeiser hineingeben, mit Zucker bestäuben und leicht karamellisieren lassen, 10 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, bis sie weich sind. Warm halten.

200-250 Gramm Bandnudeln in Salzwasser kochen.

Einen Kohlrabi und zwei Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. Schalotten anschwitzen, Kohlrabi dazugeben, kurz anrösten. Mit Salz, Pfeffer und 1 TL Senf würzen und mit etwas Wein ablöschen. Die Flüssigkeit einkochen lassen, dann nochmals mit bodenbedeckt Gemüsesuppe (oder einfach Wasser) aufgießen und den Kohlrabi bisssfest dünsten. 100 ml Schlagobers dazugeben, leicht einkochen lassen. Abschmecken mit Salz, (viel) Pfeffer, Zitronensaft, 2-3 TL Creme Fraiche, Petersilie.

Die Nudeln mit der Sauce und den Paradeisern anrichten.

Gobbetti mit Linsen-Bolo

Schmeckt das jetzt eigentlich mit Fleisch besser? Gar nicht so leicht zu beantworten, meinten wir nach diesem veganen Abendessen (ok, den Parmesan drüber haben wir uns nicht verkniffen). Eine Bolognesesauce mit braunen Linsen statt Faschiertem, die garantiert auch Fleischtiger überzeugt. Sie stammt aus dem Vegetarischen Studenten-Kochbuch (die süßigkeiten des lebens Verlag).

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Für vier Portionen 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe mit 2 kleinen Karotten (alles fein gewürfelt) in Olivenöl goldbraun mit 2 EL Tomatenpüree anbraten. 1 großen Zucchino und 50 g Champignons, beides geputzt und gewürfelt hinzufügen, 3 Minuten mitdünsten. 400 g Tomatenpulpo, 150 ml Gemüsesuppe, 1 TL Majoran (getrocknet) dazugeben, aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt mind. 15 Minuten köcheln lassen, 1 Dose braune Linsen (abgetropft) dazugeben, vermischen und nachwürzen.

Dazu Nudeln (das im Bild sind Gobbetti)!

Darüber – natürlich nicht vegan, aber soo gut – Parmesan.

 

Achja, übrigens: Das war mein 100. Post!!
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Gekocht: Pasta e Ceci

sopranos family cookbookVor längerer Zeit hatten wir mal den Plan, einmal in der Woche Sopranos zu schauen und dazu etwas Italienisches zu kochen, mein Liebster und ich. Gekommen sind wir mit der Serie nicht weit, aber eine Errungenschaft aus diesem Vorhaben ist der ausgedruckte Zetteln mit einem (bis jetzt) nie gekochten Rezepts, das aus dem „Sopranos Family Cookbook“ stammt: Pasta e Ceci, also Nudeln mit Kichererbsen. Im Original ist es ein Eintopfgericht, die Nudeln werden direkt mitgekocht. Es gibt aber auch Varianten, in denen weniger Wasser hinzugegeben wird und die Nudeln extra gekocht werden.

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Für einen Familientopf voll (4 bis 6 Portionen) ca. 450 Gramm Kichererbsen über Nacht einweichen und 1-2 Stunden weich kochen (kein Salz!) . Alternativ: 2 Dosen gekochte Kichererbsen.

In einem großen Topf 50 Gramm Pancetta (alternativ: Frühstücksspeck) mit etwas Olivenöl anbraten, bis er braun wird, dann 3 Knoblauchzehen (fein geschnitten) und  eine Prise Chiliflocken dazugeben und braten, bis der Knoblauch goldfarben wird.

Nun kommt ein halber Liter Tomatensauce (an besten in Stücken) dazu – und die Kichererbsen. Einen Teil der Kichererbsen mit einer Gabel anquetschen. Einen achtel Liter Wasser dazu, ca. 500 Gramm Spaghetti (in kleine Stücke gebrochen) hineingeben. Mit Salz würzen.

Kochen, bis die Pasta al dente ist (Dauer laut Packung!), nachwürzen. Frische Petersilie dazugeben, mit viel grob gemahlenem Pfeffer würzen.

Gekocht: Penne mit Wodka (1. Versuch)

Das ist jetzt wirklich Studentenküche. Kommt mir nicht nur aufgrund der unschlag(obers)baren Einfachheit des Rezepts so vor, sondern stammt auch wirklich aus dem Buch Das vegetarische Studenten-Kochbuch. Es ist auf jeden Fall ein guter Grundstock, um das Rezept noch etwas auszubauen. Und hat ordentlich Wodka drin – der nicht verkocht wird, sondern erst am Schluss zugegeben. Damit es auch im Bäuchlein schön warm wird 🙂

Penne mit Wodka

Für zwei hochprozentige Portionen: 300 g Penne nach Packungsanweisung zubereiten, inzwischen eine Sauce aus 4 TL Tomatenmark und 150 ml Schlagobers zubereiten, vom Herd nehmen und 3 EL Wodka einrühren. Mit Salz und viel Pfeffer würzen. Mit den Nudeln mischen, Basilikum und Parmesan untermischen, fertig! Einfacher geht’s fast nicht. Und es schmeckt super!

Note to myself: das nächste Mal das Rezept hier versuchen!

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